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8. Kalimandscharolauf

26.05.2019

Wer die Autobahn A2 Richtung Berlin fährt, der sieht unweigerlich kurz vor Magdeburg auf der linken Seite einen großen weißen Berg – den Kalimandscharo. Exakt, es handelt sich bei diesem Bericht nicht um einen Lauf auf den 5.985 Meter hohen Kilimandscharo in Afrika, was im Rahmen eines Wochenendtrips sicherlich völlig irre wäre, sondern um den lediglich rund 120 Meter hohen Kalimandscharo in Sachsen-Anhalt.

Der Kalimandscharo gehört zu einer der weltweit größten Kaligruben, die im nördlich von Magdeburg gelegenen Städtchen Zielitz beheimatet ist. Der Berg ist dabei nichts Profaneres als die aus gehärtetem und kristallisiertem Salz bestehende Abraumhalde des Salzbergwerks der K+S Kali GmbH. Aus 700 Metern Tiefe wird der Abraum dabei über ein 600 Kilometer langes Tunnelnetz an die Erdoberfläche befördert und durch lange Förderbänder und riesige Maschinen zum Kalimandscharo aufgeschüttet.

Hier findet einer der wohl außergewöhnlichsten Läufe statt – der Kalimandscharolauf. Mit dabei Marlies und Birgit vom avendi Team.

Der Start des Laufs war am Freibad von Zielitz, welches kostenlos mitgenutzt werden konnte. Pünktlich um 10 Uhr gab es den Startschuss und die rund xx Teilnehmer machten sich auf den Weg – „der Berg ruft“.

Zuerst ging es vom Freibad aus ein wenig die Straße herunter, um dann nach links Richtung K&S-Werk abzubiegen. Als ob das ganze Unterfangen nicht schon besonders genug war, lag nun rechts auch noch eine Straußenfarm. Die dort rumlaufenden Langhälse staunten zumindest nicht schlecht, als die bunten Zweibeiner ihnen in Sachen Schnelligkeit versuchten Konkurrenz zu machen.

Am Werkstor wurden wir mit einem herzlichen „Glück auf“ begrüßt und dann ging es über Betonplattenstraßen weiter über das Werksgelände. Schon irgendwie spannend, zwischen den riesigen Förderanlagen, überdimensional großen Lagerhallen und den wartenden Güterzugwaggons hindurch zu laufen. Auf dem Werksgelände gab es genau zwei Abbiegungen und dann war nach rund eineinhalb Kilometern Laufstrecke die Richtung klar. Ab jetzt ging es nur noch geradeaus. und dreieinhalb Kilometer ging es nun schnurstracks gerade aus, hinaus aus dem Werksgelände, durch einen Wald, um dann am Fuße des Kalimandscharo anzukommen. Die ganze Zeit wurden wir von dem Förderband begleitet, welches dafür sorgt, dass der Gipfel im nächsten Jahr erneut ein paar Meter höher liegt als heute. Nun folgte der eigentliche Anstieg mit Steigungen von rund 16 %. 120 Höhenmeter waren nun zu erklimmen. Der Untergrund war nun kein Beton mehr, sondern feinste festgefahrene Salzkristalle. Irgendwie sah es aus wie Schneematsch, nur nicht nass und rutschig. Auf rund 96 Meter Höhe und nach insgesamt viereinhalb Kilometern Wegstrecke kam eine 180 Grad-Wende, um uns nun auf das bisherige Gipfelplateau zu führen. Eine sagenhafte Landschaft, die dem stetigen Wandel unterliegt. Manchmal hatte man den Eindruck, man stehe am Rande einer Gletschermoräne. On top oft he hill bot sich uns ein herrlicher Blick in das Umland,, und von da , wieder zurück.

Der Kalimandscharolauf ist ein Lauf der sehr speziell ist und überraschender Weise noch nicht überlaufen ist. Dies liegt sicher auch daran, dass es im Internet recht wenig bis kaum Informationen zu diesem Lauf gibt – zumindest habe ich nur das Veranstaltungsposting auf Facebook gefunden. Auch auf der Website von Kali+Salz findet sich dazu leider nichts. Das Teilnehmerfeld war somit recht überschaubar, was aber auch dazu führt, dass man schnell mit allen ins Gespräch kommt – eben ein sehr familiärer Lauf, der es lohnt, gelaufen zu werden.

Zum Schluss – Eine Gemeinsamkeit weist der Kalimandscharo im Vergleich zum Kilimandscharo dann doch noch auf. Ist der Kilimandscharo der höchste Berg Afrikas, stellt der Kalimandscharo zumindest die höchste Erhebung zwischen Magdeburg und der Ostsee dar. Insofern haben die beiden Berge, zumindest was Ihre Einzigartigkeit in Sachen Höhe und Lage angeht, dieses „Superlativ“ gemeinsam.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: 8. Kalimandscharolauf